Katze Lisa möchte sich nicht streicheln lassen...

Lisa ist eine einjährige Katze, sie lebt gemeinsam mit ihrer Halterin in einer großzügigen, hellen Woh-nung.

 

Im Alter von fünf Monaten hat die Halterin Lisa zu sich geholt. Lisa lebte bis dahin im Tierheim, über ihre Vergangenheit wusste die Halterin nur, dass Lisa und ihre Geschwister in einem Garten gefunden wurden.

 

Die Katze hat sich sehr gut eingelebt. Sie hat einen großen Kratzbaum mit vielen Höhlen und in der Wohnung gibt es ausreichend Rückzugsmöglich-keiten für sie. Sie frißt gut und liebt ihren Katzentrinkbrunnen.

 

Lisa ist eine fröhliche Katze und Ihre Halterin tut alles, damit sie ein schö-nes Katzenleben bei ihr hat. Am Wochenende sitzt Lisa häufig auf der Fen-sterbank in der Küche und schaut ihrer Menschenfreundin beim Kochen zu.

Lisa akzeptiert keinen Körperkontakt

und mag sich auch nicht streicheln lassen

Lisa und ihre Halterin scheinen ein gutes Team zu sein und ein harmo-nischen Zusammenleben zu führen. Wenn es jedoch darum geht, dass die Halterin Lisa streicheln möchte, dann sucht die Katze ganz schnell das Wei-te. Sie lässt sich höchstens mal für einen Moment am Kopf kraulen, mei-stens aber nur widerwillig. Zudem kann es dann passieren, dass sie plötz-lich anfängt zu Fauchen oder zu Kratzen.

 

Ähnliches passiert, wenn Lisa abends auf dem Sofa sitzt und ihre Halterin sich dazu setzen möchte, Lisa springt dann direkt auf und sucht sich ein anderes Plätzchen zum Entspannen.

 

Besonders schwierig ist es, wenn Lisa zum Tierarzt muss. Es ist nur mit viel Geduld und Leckerlis möglich, die Katze in ihre Tragebox zu locken, denn sie mag es überhaupt nicht, hochgehoben zu werden.

 

Der Tierarzt hat Lisa bereits umfangreich untersucht, um zu schauen, ob

sie sich vielleicht aufgrund einer Verletzung oder Erkrankung so verhält. Die Untersuchung war ohne Befund, Lisa ist kerngesund.

Warum reagiert Lisa so abweisend?

Als die Halterin richtig verzweifelt und traurig war, wendete sie sich mit

der Bitte an mich, eine Tierkommunikation mit Lisa durchzuführen, um herauszufinden, weshalb Lisa sich so verhält und ob sie vielleicht irgend-etwas falsch macht, was das abweisende Verhalten ihrer Katze erklären würde.

 

Durch die mentale Kommunikation mit Lisa erfuhr ich, dass sie in den ers-

ten Lebenswochen gemeinsam mit ihrer Katzenmutter und den Geschwis-tern in einem Raum gelebt hat. Es gab kaum Kontakt zu Menschen, ausser zu den Fütterungszeiten.

 

Nachdem ich der Halterin davon berichtet habe, hat sie noch einmal Kon-takt zum dem Tierheim aufgenommen, aus dem Lisa stammt. Sie konnte herausfinden, dass die Mutter von Lisa wohl eine streunende Katze war,

die sich mit ihren Jungen in einem kleinen Geräteschuppen einquatiert hatte, der in einem Garten stand. Von den dort lebenden Menschen wurde die Katzenmutter zwischendurch gefüttert. Streicheln konnten sie die Katzenbabys nicht, da die Mutter immer stark gefaucht hat. Nach einigen Wochen hatte der Tierschutz die Katzenfamilie übernommen.

 

Dadurch hat Lisa, als sie in der Prägephase war, die Gesellschaft von Men-schen nicht kennengelernt, also auch nicht erfahren, wie es ist, von Men-schen berührt oder gestreichelt zu werden.

 

Die Prägephase ist eine sehr wichtige Zeit für eine kleine Katze, in der sie

u. a. die wichtige Erfahrung der Sozialisierung machen sollte. Die Sozia-

lisierung findet zwischen der 2. und 7. Lebenswoche statt und ist die Grundlage für die spätere Umgänglichkeit mit Artgenossen, anderen Tie-ren und uns Menschen.

 

Hat die Katze in dieser Zeit negative Erlebnisse gemacht oder fehlen wich-tige Erfahrungen, dann bleibt das unvergessen und kann im späteren Le-ben zu vielen Schwierigkeiten führen.

Meine Empfehlung für die Halterin

Während der Tierkommunikation mit Lisa konnte ich spüren, wie wohl sie sich in ihrem neuen Zuhause fühlt, was eine hervorragende Basis ist, um noch mehr Vertrauen aufzubauen.

 

Damit die Katze noch zutraulicher wird, habe ich der Halterin empfohlen, täglich mit Lisa mental zu kommunizieren. Wenn sie z.B. tagsüber im Büro ist, kann sie der Katze zwischendurch mentale Botschaften senden und ihr mitteilen, wann sie von der Arbeit nach Hause kommt und das sie sich sehr darauf freut, sie wiederzusehen und mit ihr zu spielen.

 

Wichtig ist auch, dass die Halterin sich hin und wieder kurz mit Lisa ver-bindet, um der Katze ihre tief empfundene Liebe zu senden (über solche Botschaften freuen sich Tiere immer ganz besonders). Zudem kann sie die mentale Kommunikation nutzen, um Lisa einige Tage vor dem nächsten Tierarztbesuch, darauf vorzubereiten.

 

Die mentale Kommunikation ist eine wichtige Verständigungsform zwi-schen Mensch und Tier und eine große Unterstützung, sie hilft u.a. wenn Tiere sehr scheu und misstrauisch sind, eine Vertrauensbasis aufzubauen. Außerdem können problematische Verhaltensweisen durch die mentale Kommunikation verbessert werden oder man kann sein Tier auf bevor-stehende Ereignisse vorbereiten, z.B. Umzug, Urlaub, Tierarzt, ein neuer Artgenosse etc.

 

Um mentale Tiergespräche führen zu können, benötigt man keine beson-deren Fähigkeiten, es ist sehr einfach zu lernen. :-)

 

Alles Liebe,

Simone